Gedanken #3: Dramatische Liebesgeschichten (und das Fehlen von schönen, problemlosen Paaren)

Hellohello!

Heute kommt wieder mal ein Gedankenpost von mir.
Ich habe so einige Themen in Peto, über die ich noch so einen Post schreiben will und heute habe ich mir ein Thema ausgesucht, dass mich schon extrem stutzig macht und oft auch stört.








Das Thema erklärt sich eigentlich schon selbst. Mir geht es heute um die ach so tollen literarischen Liebespaare. Die, die wir alle lieben und immer wieder begeistert ihre Geschichten verfolgen.

Aber ist euch schon mal aufgefallen, dass egal wie gut die beiden zusammenpassen, wie toll sie miteinander umgehen, es niemals - und ich meine NIEMALS - einfach nur unkompliziert vondannen gehen kann?

Klar, wäre es langweilig, wenn die Paare keine Probleme hätten, aber was mich wirklich, wirklich stört sind Dreiecksbeziehungen. Zum Teufel, warum!?
Wieso müssen (gerade) in Fantasy-Jugendromanen die unscheinbaren, unbeliebten Mädchen immer direkt zwei unglaublich heiße, muskelbepackte Typen abbekommen. Und dann geht es erst richtig los.
"Wen liebe ich denn wirklich? Wer ist besser für mich? Für wen soll ich mich entscheiden? Ich bin doch so verwirrt."

Aber Dreiecksbeziehungen sind nicht das Einzige, was mich so aufregt. Ich hasse es ebenfalls, wenn die Mädels (oder auch die Jungs) ewiglange darüber jammern, wie gern sie mit ihm/ihr zusammen wären und nichts unternehmen. Und mit nichts, meine ich n.i.c.h.t.s. Sie machen so weiter, als würden sie nicht jede Nacht von ihm/ihr träumen und regen sich dann auf, wenn nichts passiert. Am Anfang ist das noch recht akzeptabel, wenn das aber bis über die Hälfte des Buches so läuft, möchte ich meinen Kopf gegen eine Wand jagen.

Wisst ihr welche Paare ich am liebsten habe?
Die 'Wir-Sind-Freunde-Aber-Lieben-Uns-Auch'-Paare. Ohne Scherz, ich liebe diese Paare, die zuerst Freunde sind und sich dann langsam, anschleichend und mit viel Gefühl ineinander verlieben. Paare wie Percabeth (Percy und Annabeth aus Percy Jackson) oder Sophie und Archer (aus Hex Hall; auch wenn die beiden ziemliche Probleme mit dem wirklichen Zusammenkommen haben und ich mir nicht sicher bin, ob das in diese Kategorie fällt, aber ich denke schon).
Das sind übrigens auch die Liebespaare, die ich selber am liebsten in meinen Geschichten schreibe.

Ich meine, wie vorhin schon gesagt, einfach nur Paare, die keine Herausforderungen haben, sind einfach langweilig zu lesen. Aber es gibt so viele andere Probleme, als wie andere Typen und Schüchternheit. Die Eltern wollen es nicht, die Welt einer der beiden ist in Gefahr, das erste Mal, Probleme eines einzlenen gemeinsam bewältigen. Und obwohl man diese Probleme angehen kann, kann man noch immer ein tolles Paar sein, das sich liebt und einfach nur süß miteinander umgeht. Und leider habe ich bisher viel zu wenige Bücher mit Liebespaaren dieser Art gelesen.

Und jetzt, da wir schon mal dran sind, würde ich gerne noch andere Fehler besprechen, die Autoren bei Liebesbeziehungen unterlaufen können.

1. Viel zu schnell: Das ist eines der nervigsten Dinge überhaupt. Wenn sich die beiden einfach viel zu schnell und ohne Gründe in einander verlieben. 'Oh, der Typ sieht so toll aus. Und Mysteriös' - Schwups - Schon die große Liebe gefunden.
2. Liebe auf den ersten Blick: Ja, das kann es sicher geben, dass man sich auf den ersten Blick verliebt. Aber in vielen Büchern kommt es schnell dazu, dass der Protagonist das alles viel zu ernst nimmt und nichts mehr anderes zählt. Und da führt mich schon zu meinem nächsten Punkt.
3. Abhängigkeit: Viel zu oft kommt es in Büchern vor, dass (oftmals) das Mädchen einfach soooo abhängig von dem unglaublich tollen, gut aussehenden Typen ist, dass es nichts mehr ohne den Typen anstellen kann. 'Was ist Essen? Wie atme ich eigentlich ohne ihn? Oh, ich fühle mich so einsam und unglaublich nutzlos ohne ihn.'
4. Mysteriöse Typen: Das ist etwas, was mich auch stört. Oftmals ist es der Kerl, der mysteriös und übernatürlich ist. Der Typ ist der Vampir, der Typ ist der Werwolf, der Typ ist der Elf, der Typ ist der unglaublich schlagkräftige Badass-Fight-Experte, während das Mädchen das abhängige, schutzbrauchende kleine Küken ist, das nichts auf die Reihe bringt. Und das sind dann meist die Paare, die die ganzen Fehler in sich haben.

Ich glaube ich lasse es jetzt mal, ich habe meinen Punkt rübergebracht

Zusammengefasst: Ich finde, es gibt viel zu wenige Paare, die einfach nur süß miteinander sind und gemeinsam Probleme lösen, anstatt dass die Beziehung selbst das Problem ist. Ich würde mir wirklich wünschen, wenn es mehrere solche Paare geben würde, denn mir fielen gerade mal so zwei ein.


Wie seht ihr das? Habt ihr das gleiche Gefühl wie ich bei der ganzen Sache? Oder findet ihr es eigentlich ganz gut, dass die Beziehung oftmals der Mittlepunkt und das Problem einer Geschichte ist?
Lasst es mich wissen, ich würde gerne mit euch diskutieren ;)



Liebe Grüße :*





Kommentare on "Gedanken #3: Dramatische Liebesgeschichten (und das Fehlen von schönen, problemlosen Paaren)"

  1. Ich kommentiere das mal so als Schreiberin :D
    Ich probiere so gut es geht, realistische Beziehungen aufzubauen. Liebe auf den ersten Blick gibt es schon mal gar nicht ... Vielleicht gibt es diesen Blick und ein "Uh, ist er/sie heiß" Gefühl, aber mehr nicht.
    Uh, bei Abhängigkeit a la Beautiful Disaster oder Shades of Grey könnt ich kotzen. Meine Charas behalten immer noch ihre Unabhängigkeit. Freundinnen und Freunde werden nicht wirklich vernachlässigt. Es wird auch noch ohen dem Partner was unternommen.
    Am liebsten habe ich Hassliebe-Paare. Zuerst ist da Hass, das ird zu Freundschaft, Sympathie udn Liebe. Meist kommt es im Eifer des Gefechts zum Kuss und dann wird endlich mal geredet. und reden udn reden bringt eben schön viel Sympathie ^^
    Joah XD
    Und ich mag es schon, wenn die Liebe der Mittelpunkt ist, aber man kann ja das drumherum interessant gestalten ;3

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    1. Mir geht es da genau gleich wie dir.

      Ich möchte beim Schreiben eigentlich auch immer versuchen, dass sich die beiden nicht sofort verlieben. Zuerst Freundschaft, dann etwas verliebtheit und eben wie du gesagt hast, der erste Kuss und dann eben darüber reden.

      Hass-Liebe les ich auch total gerne, mir fällt nur gerade auf, dass ich eigentlich kaum solchiger Paare selber schreibe ^^

      Mich stört es auch nciht, wenn die Liebe der Mittelpunkt ist, nur heißt das bei vielen Büchern oft auch, dass die Liebe dann das große Poblem/der Plottwist in der Geschichte ist und das ganze Taramtaram daum dann etwas uneinfallslos wird. Aber ja ^^

      lg bibi ;)

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  2. Ich kann dir da nur vollkommen zu stimmen. :) Habe in letzter Zeit einen Haufen solcher Bücher gelesen und irgendwann ist es einfach ausgereizt. Momentan brauche ich echt eine Pause davon. :D
    Wo ich es super extrem fand war bei "Beautiful Disaster". Das ganze war da sowas von dramatisch und der Typ war natürlich so'n typischer Bad Boy.

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    1. Ich habe mittlerweile schon eine etwas größere Pause von solchen Büchern genommen. Mal sehen, wann dann das nächste solche Buch bei mir drankommt ^^

      Irgendwie erwähnen einige Beautiful Disaster, das wäre wohl nichts für mich ^^

      lg bibi (:

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  3. Wenn ich solche Posts per Zufall lese, merke ich wieder, dass ich viel öfters bei euch vorbeischauen sollte. Der Post ist echt toll!

    Also ich habe auch oft so meine Probleme mit den Buchpaaren, denn in 90% der Fälle geht es wirklich extrem schnell. Und all diese Probleme, die dann plötzlich auftauchen, sind auch sehr mühsam. Von daher mag ich diese Paare, die eigentlich nur gut befreundet sich, aus dem sich dann mehr entwickelt, auch sehr. Aber die sind wirklich selten. Mir kommt da nur gerade Ash und Seth aus "Gegen das Sommerlicht" in den Sinn. Was ich aber auch sehr mag, sind diese Beziehungen, bei denen sich die Protagonisten zuerst extrem dagegen wehren, wie beispielsweise in "Blutbraut" oder auch "Ein ganzes halbes Jahr", und erst zum Schluss merken, dass sie sich verliebt haben. Meist geht es da vor allem um Vertrauen, was ich bei (Buch-)Paaren sehr wichtig finde.

    Liebe Grüsse
    Vanessa

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    1. Na ja, wir hatten in letzter Zeit kaum Möglichkeiten Dinge zu posten, wenn es nicht gerade meine Aus meinem Regal-Posts waren. Aber trotzdem danke! (:

      Ich bin eigentlich wirklich sehr von den Freundschafts-Paaren angetan. Das mag vielleicht daran liegen, weil ich bei Percy Jackson eben mitbekommen habe, wie toll man so etwas aussehen lassen kann. Obwohl nicht jeder Autor fünf Bücher auf das Zusammenkommen warten will ^^
      Aber trotzdem finde ich, dass man das auch in einem Buch unterbringen kann.

      Ich habe, ehrlich gesagt, noch nie von solchen Paaren wie in 'Blutbraut' gelesen, obwohl ich ganz bestimmt solche Bücher habe. Irgendwo in den Untiefen meines Bücherregals. Aber ich denke, das könnte mir sicher auch gefallen ;)
      Und Vertrauen ist wirklich eines der Wichtigsten Dinge!

      lg bibi (:

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  4. Kann dir voll und ganz zustimmen!
    Liebe auf den ersten Blick mag es ja geben, aber bitte nicht in jedem 2. Buch!
    Und diese Schnelligkeit des Verlieben finde ich auch doof. Ich finde es besser, wenn es angemessen langsam voranschreitet, so ist es viel natürlicher und man kann es besser nachvollziehen.
    Und dieses ohhh, er ist sooo mysteriös, kann ich seit Twilight nicht mehr sehen, vor allem, weil ich Edward noch nieeee mochte!
    Was mich auch stört, dass es in jedem Buch, wirklich in JEDEM eine Liebesgeschichte geben muss! Hab mal ein Buch gelesen, in dem die Protagonistin etwas über ihre Vorfahren herausgefunden hat und am anderen Ende der Welt war. Natürlich musste sie sich in den Experten für was-auch-immer, der ihr bei den Nachforschungen geholfen hat, verlieben. Wieso??? Kann nicht nachvollziehen!

    lg. Tine =)

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    1. Unter 'Liebe auf den ersten Blick' verstehe ich persönlich, dass man jemanden auf Anhieb mag und schon bei der ersten Begegnung denkt, dass man einen besonderen Menschen vor einem hat. Aber in Büchern ist es immer wieder sofort mit 'Ach, gott. Den Typen, der ist meine grooooooooße Liebe' verknüpft. Und das ist, was mich aufregt.

      Ich habe Twilight noch nie gelesen, fand aber die Filme auch schon schlecht genug. Unabhängigkeit kommt aber auch in gengügend anderen Büchern vor.

      Dass es überall Liebesgeschichten gibt, finde ich nicht soooo schlecht. Was mich wirklich stört, ist dass jeder meint, dass nur Liebesbeziehungen zählen, wenn gerade die platonischen eigentlich die interessantesten Beziehungen sind. Obwohl in vielen solchen Büchern, wie du da erwähnt hast, die Liebesbeziehung oft an den Haaren herangezogen wurde und man vieles nicht nachvollziehen kann.

      lg bibi ;)

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  5. Liebesgeschichten sind schon was tolles :)
    Die Dreiecks-Liebes-Geschichten kann ich inzwischen auch nicht mehr sehen und regen mich total auf. Den Rest seh ich eher gelassener^^ Obwohl ich mich schon über Bücher freue, die so ganz anders ablaufen als der große Rest. Und @Tine muss ich auch recht geben - nicht jedes Buch muss eine Liebesgeschichte beinhalten. Aber ehrlich gesagt hab ich schon ewig keines mehr ohne gelesen...

    Sonnige Grüße Tessa

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    1. Was mich wirklich stört, bei Dreiecksbeziehungen, ist, wenn die Protagonistin/der Protagonist sich einfach nicht entscheiden kann/will. Ansonsten sind sie nicht so schlimm.

      Ich beneide dich wirklich darum, dass dich die anderen Dinge nicht so sehr stören, denn dann würden mir viele Bücher auch ein wenig mehr Spaß machen ^^

      Tine hat schon ein wenig Recht, obwohl es mich nicht so sehr stört. Aber es stimmt, dass es kaum mehr Bücher gibt, in denen keine Liebesbeziehung vorkommt. Aber das Problem ist, dass man solche Bücher wohl eher in der Jungsabteilung antrifft. Denke ich zumindest ^^

      lg bibi :)

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  6. Hi Bibi! :)
    Ich seh das ganz genauso. Am meisten stört es mich, wenn das Mädl einfach nichts auf die Reihe bringt und dann der große starke Freund da ist der sie beschützen muss...blablabla. Da sind mir taffe Heldinnen doch sooo viel lieber!
    Dreiecksbeziehungsbücher les ich schon gar nicht mehr - davon gibt es wirklich schon zu viele!

    LG Nina

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